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Aquilonien

(“Nordwind”)

Hauptstadt: Tarantia ("Juwel des Westens")
andere bekannte Städte: Shamar, Culario, Galparan, Tanasul
Götterglauben: Mitra
Regierungsform: Monarchie (Numedides III. / Conan I.)
Wappen: Schwarzer Drache / Goldener Löwe
Gesellschaftsform: Feudalismus und städtisches Bürgertum
Technische Entwicklung: Dunkles Zeitalter (Finsteres Mittelalter)
aquil

“Das stolzeste Königreich der Welt war Aquilonia, vorherrschend im träumenden Westen.”

~ Die Nemedischen Chroniken

 

Ein Blick in die Historie

Als hyborianische Barbaren aus dem eisigen Norden Thuranias in den Süden zogen, liessen sie sich in einer Region im Westen nieder, die später als ihr mächtigstes Königreich bekannt werden sollte. Nach dem Fall des dunklen Imperiums von Acheron, entstand in den fruchtbaren Ebenen zwischen dem Donnerfluss im Westen, und dem roten Fluss im Osten eine Zivilisation. Eine Zivilisation die Handel und Handwerk zu grosser Blüte brachte. Gut organisierte Söldnerarmeen aufstellte, welche die prächtigen Städte und Festungen beschützen und das Reich vergrössern sollten. Benannt nach seiner  grössten Provinz: Das Königreich von Aquilonia.

“Barbarei ist der natürliche Zustand der Menschheit. Zivilisation ist unnatürlich. Sie ist eine Laune der Umstände. Und Barbarei muss letztendlich triumphieren."
~ Robert E. Howard

Aquilonia das Land endloser Fehden seiner Adligen, in welchem der einfache Mann, unter einer enormen Steuerlast leidend, nur allzu einfach von den Sandalen der mächtigen zertreten werden kann. Aus dem er von den reichen Gütern der Mächtigen fortzieht um in den Grenzlanden sein Glück zu suchen. In dem die fett gewordenen Händler aus den vor Betriebsamleit brodelnden Städten Waren aus der ganzen Welt herbei schaffen. Ein Hort des Mitraglaubens, welchem Legenden zufolge der Gott selbst in der Stunde grösster Not zu Hilfe kommen würde. Ein Land in dem ein Barbar König werden sollte, und das letztlich an sich selbst und dem Ansturm seiner Feinde zerbrechen würde.

 

Aussehen

Aquilonier sind zum grossen Teil hyborianischen Bluts, dass aus den Nordlanden - von denen sie ursprünglich stammen - stark bestimmt wird. Helle Augen und Haare spiegeln dies wieder. Beeinflusst werden diese Merkmale von den benachbarten Völkern. So haben Süd- und West-Aquilonier wie Bossonier und Poitainer einen dunkleren Taint und Augen als ihren nördlichen Verwandten wie die Gunderländer, die sich rühmen von reinem hyborianischen Blut zu sein. Der durchschnittliche Hyborianer ist von mittlerer Statur, und weist selten Stammestätowierungen oder Körperschmuck auf.

Die Errungenschaften der Zivilisation haben den Aquiloniern durch Handwerk und Handel eine Vielzahl von Materialien entdecken lassen. So sind Waffen, Werkzeuge, sowie Rüstungen aus bestem aquilonischem Stahl üblich. Von grobem Leinen, weichem Leder, bis zu feinster Seide, trägt man alles um sich das Dasein angenehmer zu machen, und wenn man es sich leisten kann.

Kultur

Aquilonier rühmen sich gerne das kulturell führende Volk unter den hyborianischen Königreichen zu sein, und werden in dieser Hinsicht stark vom benachbarten Nemedien konkurriert. Dieser Stolz kann zuweilen auch zu Arroganz und Vorurteilen gegenüber eher rückständigeren oder unbekannten Stämmen führen, die dann gemeinhin als Barbaren angesehen werden.

Einem strengen Feudalsystem unterworfen sind die Herzöge und Barone nur dem König als oberstem Herrn im Staat unterstellt, wie es die einflussreiche Priesterschaft des Mitra als göttliche Ordnung verkündet.  Abgesehen von den Bürgern der Städte wie reichen Kaufleuten sind die Untertanen ganz ihren Lehnsherren ausgeliefert. Eine Gesellschaftsordnung die schon lange zu Problemen führte. Ausufernde Fehden des Adels untereinander, lächerlich hohen Steuern, Landraub aufgrund von reiner Willkür oder Krieg, die damit verbundenen Landflucht des einfachen Mannes in die freieren Grenzprovinzen, haben bissher immer verhindert das sich das Königreich dauerhaft konsolidieren konnte. So sucht es zuweilen sein Heil in der Expansion gen barbarisches Territorium, um neues Ackerland  für die verarmte Überbevölkerung zu gewinnen.

“Mit den Rittern kam was wie eine zweite irreguläre Armee wirkte, auf zähen, schnellen Ponys. Diese saßen ab und formierten Ränge zu Fuss – schwere bossonische Schützen, und kühne Speerträger aus Gunderland, deren gelbbraune Locken unter ihren stählernen Helmen hervorwehten.”
~ Die Scharlachrote Zitadelle

Innerhalb des aquilonischen Saatsgebiets leben mehrere hyborianische Stämme. So werden die Bossonier aus den Marschlanden der Westermarck - für ihre Fähigkeiten mit dem Bogen geachtet- gerne als Söldner rekrutiert, oder als Kundschafter in schwierigem Gelände angeworben. Gunderländer aus dem Nordosten und dem Grenzkönigreich sind für ihre unverwüstliche Natur geschätzt, und dienen als disziplinierte Speerträger oder Pikeniere in der Infanterie. Die äusserst fruchtbare Region von Poitain hat mit der Kunst der Pferdezucht unvergleichliche Reiter hervorgebracht, die durch den Einfluss des benachbarten Zingara Ritter als schwere Kavallerie und Hauptstreitkraft einer aquilonischen Armee stellen. Die Streitkräfte des Königs werden “die schwarze Legion” genannt, und die persönliche Leibgarde “die schwarzen Drachen”. Eine Elite-Truppe aus den besten Söldnern aus allen Teilen der Welt, die hauptsächlich zum Schutze der Haupstadt, oder für delikate Missionen zur Verfügung steht.

“Die langen Lanzen ihrer Angreifer zerrissen ihren Ränge in Stücke, und im Herzen ihres Gefolges ritten die Ritter von Poitain, die ihre schrecklichen Zweihandschwerter schwangen.”
~ Die Scharlachrote Zitadelle

Basierend auf dem Wohlstand des Landes geniessen Architektur und Handwerkskunst grosses Ansehen. So wird die Hauptstadt Tarantia aufgrund ihrer Festungswerke, der Zitadelle, des Mitra-Tempels, sowie des eisernen Turms als “Juwel des Westens” bezeichnet. Die königliche Leibwache der Schwarzen Drachen ist bekannt für ihre vollendeten Rüstungen und Waffen. Der aquilonische Luna ist die allgemein gültige Währung, die auch weit über die Landesgrenzen hinaus für ihre Zuverlässigkeit berühmt ist.

"Mitra schütze uns gegen die Mächte der Finsterniss!" keuchte er. "Der König hat heute Nacht tatsächlich mit Epimetreus gesprochen! Da auf dem Schwert – es ist das geheime Zeichen das nur er hinterlässt – das Emblem des unsterblichen Phönix der auf ewig über seinem Grab brütet!" 
~ Der Phönix auf dem Schwert

Religion

In keinem anderen Land der hyborischen Welt ist die Verehrung für Mitra so gross wie in Aquilonia. Aufrichtigkeit, Ehrenhaftigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Tugendhaftigkeit und Rechtschaffenheit sollen laut den Predigten seiner Priester die Säulen des Daseins bilden. Verrat und Lasterhaftigkeit werden als menschliche Schwächen verdammt. Mitra ist dafür bekannt vornehmlich seine Macht durch die Hände Sterblicher zu wirken, um den Glauben an ihn zu verbreiten, und gegen seinen Erzfeind Set zu kämpfen. So soll der Mitra-Heilige Epimetreus Legenden zufolge in seinem Grab im Berg Golamira im Nordwesten des Landes auf ewig über die Menschheit wachen. Der Hohepriester des Mitra gehört zu den engsten Beratern des Königs. Der Monarch und der Adel sollen als Träger des Staates Mitras Idealen verpflichtet sein, aber handeln meist aus niederen Beweggründen gänzlich gegensätzlich. Im einfachen Volk findet Mitra große Akzeptanz, da er am Ende eines Lebensweges über die Seele eines jeden Menschen unvoreingenommen urteilen wird, um sie in höhere Sphären zu erheben, oder auf ewig zu verdammen.  Viele Priester des Mitra bieten Dienstleistungen wie Heilung oder Rat für Gläubige an. Meist ist dies mit einer großzügigen Spende an die Glaubensgemeinschaft verbunden. Außerdem stellen sie meist abseits von Beamten und Gelehrten die einzige Quelle für Wissen und Schreibkunst dar.

„Zwischen der Zeit, als die Ozeane Atlantis ertranken, und dem Aufstieg der Söhne von Arius, gab es ein ungeahntes Zeitalter. Und darin Conan, bestimmt die juwelenbesetzte Krone Aquilonias zu tragen, auf seiner rastlosen Stirn.“ 
~ Der Magier


Politik

Aquilonia hat seit jeher versucht seine Nachbarstaaten auf die ein oder andere Weise zu beinflussen, und in hyborianischen Kulturen stieß dies meist auf Gegenseitigkeit. Als zentral gelegenes Land grenzt es an Cimmeria im Norden, das es immer wieder versucht von seinen gunderländischen Provinzen aus blutig zu kolonialisieren. Dies führte im Konflikt mit den Reichen von Nemedia und Brythunia zur Gründung des Grenzkönigreichs, da die östlichen Nachbarn mit Sorge die Ausdehnung ihres westlichen Nachbarstaats verfolgten. Im Osten führte Aquilonia zahlreiche Kriege gegen die beiden Reiche. Insbesondere das Königreich von Nemedia fordert Aquilonia immer wieder um die politische und kulturelle Vorherrschaft heraus. Im Westen grenzen die bossonischen Marschen an das Land der Pikten, die als Plünderer immer wieder in diese stark befestigte Region Aquilonias einfallen. Jenseits des schwarzen Flusses wurden ebenfalls Versuche unternommen Land in Besitz zu nehmen, doch scheiterte dies wie im Fall der Cimmerer. Im Süden grenzen die Provinzen Poitain und Aquilonia an die  Königreiche Zingara, Ophir, und Argos, die politisch stark von Aquilonia beeinflusst werden. Mit entfernteren Ländern und Kulturen gibt es politische Kontakte, Handelsbeziehungen oder militärische Konflikte. So sind Vanirplünderer mit ihren Langschiffen bekannt, sowie Seeräuber von den Barachaninseln. Kaufleute aus Stygia die wegen ihres Glaubens an Set sehr misstrauisch bis feindseelig betrachtet werden. Nicht zuletzt da Stygia einen Verbündeten des untergegangenen Acheron darstellte. Man hat von mächtigen Zauberern aus Hyperborea gehört die gegen Aquilonia intrigieren sollen, von sagenhaften Reichtümern des fernen Khitai, oder den Städten an der Jadesee und von hyrkanischen Plünderern aus der Steppe.

 

Vorschläge für Archetypen

  • Baroness von [Aquilonische Provinz]
  • Ritter von Poitain
  • Legionärin der Schwarzen Drachen
  • Bossonischer Bogenschütze / -Kundschafterin / -Jägerin
  • Speerträger / Pikenier aus Gunderland
  • Mitra-Priesterin /-Novizin / -Templer
  • Händler aus Shamar / Handwerkerin aus Tarantia / Bauer aus Culario


by Mattse